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Digitale Transformation – weitere Herausforderungen an den Fachhochschulen

An vielen Fachhochschulen laufen viele Geschäfte: Die Neuverhandlung von Anstellungsbedingungen, die Vorbereitung der Akkreditierung, der Aufbau neuer IT-Tools in allen Leistungsbereichen, die Umstellung von ganzen Hochschulregionen und nebenbei die durch die Corona-Krise bedingte Umstellung des Lehrangebotes aus dem Home-Office. Um all diese Ziele neben dem vierfachen Leistungsauftrag zu erreichen, braucht es von den Dozierenden zusätzliche Entwicklungs- und Schulungsanstrengungen.

Die Digitalisierung in der Lehre wird in den nächsten Jahren das «Dozierenden-Profil», ihre Qualifikation und Kompetenzen, wesentlich beeinflussen. Die «Herausforderungen der Digitalisierung für Bildung und Forschung in der Schweiz» entsprechend dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) seit Juni 2017 in einem Bericht zusammengefasst und acht Aktionsfelder und Massnahmen abgeleitet, wie z.B. «Aktionsfeld 5: Stärkung der Nachwuchsqualifikation».

Weiter zeigte die VDI-Studie – «Ingenieurausbildung für die Digitale Transformation» von 2019, dass die Dozierenden den Zeit- und Ressourcenmangel als hauptsächliches Hemmnis bei der Umsetzung digitaler Fachinhalte nennen. Eine erfolgreiche Digitale Transformation an den Fachhochschulen erfordert mehr Zeit. Sie kann nicht «nebenbei» erledigt werden. Die Digitale Transformation bleibt auch nicht auf die Lehre beschränkt, sondern wird die Institute in allen Leistungsbereichen strategisch und bezüglich Ressourcen fordern.

Die Umstellung des Lehrangebotes als Folge der Corona-Krise ist ein erster Schritt hinsichtlich der digitalen Transformation der Hochschulen. Diese eröffnet Chancen und birgt Risiken, z.B. bei der Nachhaltigkeit (Home-Office vs. Mobilität), oder bei der Erleichterung des «Lebenslangen Lernens» für berufsbegleitend Studierende. Die sich ändernden Anforderungen und Arbeitsbedingungen betreffen alle und setzen deshalb die Mitwirkung aller Beteiligten auf Augenhöhe voraus.

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